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Themen Blog- "Veränderung im Beruf"- Tool Party

  • 21. Nov. 2022
  • 5 Min. Lesezeit

Übungen die Unterstützen, sich bei beruflichen Problemen selbst zu coachen

und Klarheit über Gefühle & Gedanken geben können


Übungen zur Selbsthilfe gibt es viele. welche persönlich am besten passen, muss man herausfinden. Einige Menschen arbeiten lieber mit Metaphern, einige mit Bildkarten und andere bevorzugen es, Gedanken & Gefühle so konkret wie möglich zu benennen.

Alle Übungen unterstützen dabei, einen distanzierteren Blick auf die eigene Situation zu bekommen und so mögliche Lösungswege zu finden.


Im Nachfolgenden eine kleine Auswahl an Selbsthilfe Tools:


Übung 1: Postkarten


Für diese Übung benötigt man Karten, am besten alte Postkarten die man auf Flohmärkten oder in Kneipen erstanden hat, oder im Urlaub.

Die Karten lassen sich nutzen, um bei der Betrachtung der Bilder aktuell vorherrschende Gefühle zu finden und zu benennen.


Dabei kann man sich fragen stellen wie:

  • Welche minimale Veränderung in Bezug auf meine Sicht ein Problem, auf meine Stimmung, auf meine Zuversicht löst das Bild in mir aus?

  • Lädt es mich ein, Ideen zu verwirklichen, die es bisher nur in meinen Kopf gibt?

  • Verändert sich die Fragestellung, die Wahrnehmung der Situation?

Notieren Sie sich ihre Gedanken und Gefühle.


Übung 2: Die Schutzmantelübung


Diese Tool stammt eigentlich aus der Traumatherapie. Es eignet sich für Momente, in denen man das Gefühl hat, die Welt sei eisig und unfreundlich, abweisend oder schmerzhaft.


Stellen Sie sich hin und strecken Sie ihre Arme aus. Jetzt stellen Sie sich vor, sie hätten so etwas wie einen schützende Hülle um sich herum und fragen Sie sich, wie viel Platz Sie innerhalb Ihrer Hülle brachen , wie viel Abstand Sie also zur Grenze brauchen. Im nächsten Schritt tastet man sich gedanklich vor an die Grenze und überlegt, aus welchem Material die Hülle sein sollte: aus Stein, aus Holz oder aus Gummi, vielleicht aus einem feinen durchsichtigen Stoff.

Sodann fragt man sich, wie der Kontakt nach außen sein soll:


Welche und wie viele Fenster oder Türen will ich? Wie groß? Wann offen, wann geschlossen? Das entscheiden Sie selbst!

So können Sie in sich ein angenehmes Gefühl der Sicherheit erzeugen und sich überlegen, welcher Satz das am besten ausdrückt. Vielleicht: "Gut, dass ich jetzt hier bin...", Oder: "Ich nehme mir jetzt meinen Raum."


Ausgehend von diesem Gefühl und dem passenden Satz, gelingt der Blick nach draußen- und auch dazu lässt sich wieder ein Satz formulieren. Vielleicht: " Ich mache es auf meine Art. andere auf ihre Art."


Danach konzentriert man sich nochmals ganz auf das angenehme Gefühl der Sicherheit und des Geschütztseins, speichert dieses innere Bild ab und faltet dann die Schutzhülle symbolisch zusammen. Sie lässt sich überall mitnehmen und vor Ort wieder aufklappen oder entfalten.


Übung 3: Das Herz


An unserem Herzen kommen wir nicht vorbei, oder haben Sie schon einmal ihr Gehirn klopfen hören?

Das Herz hat trägt für uns eine wichtige Symbolik:

  • Das herz "bricht" bei Liebeskummer

  • Wir lieben so sehr, dass wir das Herz an eine Person "verlieren"

  • Wir "schütten" jemanden das Herz aus

  • Wir "fassen" uns ein Herz

Herzmetaphern gibt es viele, aber nicht jeder fühlt sich bei dieser Übung angesprochen. Wer aber damit etwas anfangen kann, sollte Herzcoaching betreiben, eine Methode, die Anfang der 2000er Jahre in der Psychologie entwickelt wurde. Es unterstützt uns, wenn wir den Eindruck haben, die eigene berufliche Situation sollte nicht nur überdacht, sondern auch überfühlt werden.


Fragen die man sich stellen kann:


  • Was liegt uns in unserem beruflichen Alltag am meisten am Herzen?

  • Wem würden wir als Erstes unser Herz ausschütten?

  • Wenn wir uns ein Herz fassen würden, was würden wir als Erstes tun, was als Zweites und Drittes?

  • Wann spüren wir im Alltag unser Herz?

  • Welches berufliche Ereignis könnte dazu führen, dass sich unser Herz verschließt?

Die Skala: Man stellt sich eine Skala vor, bei der die 1 den Zustand der Halbherzigkeit signalisiert und die 10 das "mit dem ganzen Herzen dabei Sein".

Fragen Sie sich:

  • Bei welcher Zahl stehe ich gerade auf der Skala?

  • Wie fühlt sich das für mich an?

  • Kann ich meine Gefühle dazu beschreiben?

Notieren Sie sich ihre Gedanken und Gefühle.


Übung 4: Ambivalenz


Den Zustand der Ambivalenz mögen viele nicht, weil es um mangelnde Eindeutigkeit geht. Im Beruf sind aber ambivalente Situationen der Normalfall, denn es gibt nicht immer klare Entscheidungsstandards.

  • An welcher Stelle kann man eine geplante Strategie infrage stellen, wann ist es besser die Füße stillzuhalten?

  • Mache ich etwas, wie ich es für sinnvoll halte, oder muss ich mich nach Vorgaben richten, auch wenn ich nicht mit ihnen übereinstimme?

Manchmal löst sich die Ambivalenz von selbst auf. Deshalb ist es nicht immer von Nachteil, eine Entscheidung zu vertagen. Wesentlich ist, beides auseinanderzuhalten: Eine gute Entscheidung braucht Zeit, aber eine fällige Entscheidung kann auch permanent vertagt werden.


Anders sieht es aus, wenn die Ambivalenz zum Problem wird. Dann hilft es, herauszufinden, welchen Einfluss sie auf das eigene Leben hat. Wiederum ist es sinnvoll, sich zu Fragen:


  • Wenn man die Ambivalenz sehen könnte, wie sähe sie aus?

  • Wenn es ein Symbol für die Ambivalenz gäbe, wie sähe dieses aus?

  • Wenn die Ambivalenz irgendwie im Raum wäre, an welcher Stelle würde sie sich befinden?

Notieren Sie sich ihre Gedanken und Gefühle.


Übung 5: Das Dilemma


Für diese Übung braucht es einen "Separator"- etwas das uns hilft, Denkprozess oder Gefühlszustände zu unterbrechen: eine Geste-etwa mit den Händen übers Gesicht streichen, oder ein Wort das man ausspricht.


Die Übung beginnt damit, dass man sich zunächst drei Buchstaben, Ziffern, oder Farben vorstellt, von denen eine uns selbst repräsentiert. Anschließend stellt man sich ein Dilemma vor, in dem man gerade steckt. Die beiden verbleibenden Buchstaben, Farben oder Ziffern bilden jeweils die eine und die andere Seite des Dilemmas ab. Man sieht sich also selbst sowie die beiden Seiten der Zwickmühle vor sich. Dann wendet man sich einer der beiden Seiten gedanklich zu und versucht herauszufinden, wo im Körper sie verankert ist- indem man durch den Körper wandert und hineinspürt.


Jetzt kommt der Separator ins Spiel:

Die Geste oder das Wort soll helfen, sich on der ersten Seite des Dilemmas abzuwenden und sich der zweiten zuzuwenden. Auch hier geht es wieder darum, sie im Körper zu "finden", also wieder gedanklich durch den Körper zu wandern, bis an sie spürt. Nun setzt man den Separator erneut ein, schaut wieder zur ersten Seite und hinterfragt sie:

  • Zu welcher Phase im eigenen Leben hätte sie gut gepasst?

  • Was von uns selbst aus welcher Zeit finden wir am besten darin wieder?

  • Gibt es jemanden aus der eigenen Familie, an den sie uns erinnert?

Genauso geht man für die zweite Seite des Dilemmas vor. Auf diese Weise lassen sich beide Seiten eines Dilemmas transparent machen. Man kann nachvollziehen, ob es einen Zusammenhang mit anderen gegenwärtigen oder früheren Erfahrungen gibt.


Quelle: Heike Kramann: Do it yourself: Selbstsupervision & Selbstcoaching (2020)


Nicht jedes Thema oder Problem erfordert direkt ein Coaching. Vieles lässt sich auch mit den richtigen Methoden und Übungen selbst aufdröseln...

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, evtl. ist ein Tool für Sie dabei, was sie unterstützen kann.

Für mehr, schreiben Sie mich gerne an.


Bleiben Sie großartig & mutig jeden Tag.








 
 

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